Es zeichnete sich schon am Morgen ab: Das wird ein warmer Tag – nicht so warm wie in Deutschland, aber doch knapp unter 30°. Es hat sich inzwischen verfestigt – die Tagestour mit um die 50 km und 500 – 600 Höhenmetern. Heute führte die Strecke von Ploubazlanec nach Tregastel.
Unterwegs gab es wenig Aufregendes, die Strecke führte – anfangs auf der Höhe, später mit stetem Auf und Ab – quer durchs Land. Überlegungen, endlich mal eine mittägliche Badepause zu machen, wurden von der Tatsache beendet, dass jede Stichstraße zum Strand zusätzliche 10 – 15 km bedeutet hätten, plus den zusätzlichen Höhenmetern. Also war’s wieder nix.


Dafür habe ich mit Treguier eine tolle Entdeckung gemacht. Ein hübsches Städtchen mit schicken, französischen Fachwerkhäuschen (das Fachwerk ist hier anders aufgestellt als in Deutschland, scheint aber ebenso lange zu halten). Und mit einer wieder sehr großen, beeindruckenden und wichtigen Kirche. Im 6. Jahrhundert geht der gallische Mönch Tugdual im Val Trécor vor Anker. Er gründet ein Kloster, das zur Entstehung der von Land, Meer und Religion geprägten Stadt Tréguier führt. Der zum Bischof geweihte Tugdual wird einer der sieben Gründungsheiligen der Bretagne, und Tréguier eine der sieben Stationen der bretonischen Pilgerreise „Tro Breiz ».
Außerdem ist dort St. Yves beigesetzt, ein Schutzheiliger der Bretonen und der Schutzheilige der Anwälte, weil er sich im 13. Jahrhundert für Gerechtigkeit gegen Jedermann eingesetzt hat.





Eine kleine Epicerie hat mich dann vor dem Verdursten gerettet – bei der Wärme muss doch deutlich mehr getrunken werden. Und schließlich erreichte ich Tregastel, das heutige Ziel. Mit einem B&B in einem 200 Jahre alten Haus, geführt von der Bürgermeisterin des Ortes.
Abends dann noch einen Blick auf’s Meer, mit riesigen Felsblöcken – beeindruckend.


Den Track gibt’s wieder bei Komoot:

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