Heute führte die Tour von Port-en-Bessin zum Utah-Beach, dem westlichsten der Landungsstrände. Hier wie am etwas östlicher liegenden Omaha-Beach sind vor allem die Amerikaner angelandet.
Aber tatsächlich beschäftigt mich heute vor allem die gefühlte Statistik, dazu noch ein bisschen Empirik. Danach kann ich festhalten:
- In der Wetter-App ist das Wetter in drei Tagen immer besser, als es dann tatsächlich wird.
- Wenn ich alleine unterwegs bin, regnet es häufiger.
- Regen-Überschuhe würden sich auch bei kurzer Hose lohnen.
- Im Regen bin ich schneller.
- Die Kette rasselt im Chainglider-Kettenkasten bei Regen mehr.
- Handy-Fotografen fotografieren bei schönem Wetter.
Bis zum Point-du-Hoc, einer markanten Landspitze nach gut 25 km war es eine ruhige Fahrt im steten Auf und Ab, erträglichem Gegenwind und schöner Streckenführung.

Auch der Point-du-Hoc spielt eine Rolle bei der Landung der Alliierten, mit entsprechend vielen Besuchern. Ich musste das Rad stehen lassen und ca. einen halben Kilometer laufen.



Ganz vorne auf der Landspitze fing es dann an zu regnen. Zurück am Rad habe ich den Windbreaker gegen die Regenjacke getauscht und fuhr weiter. Der Regen nahm zu, die kurze Hose war im Prinzip ok, aber die Socken haben per Kapillar-Effekt das Wasser in die Schuhe geleitet. Fühlte sich beim Anhalten an, als ob ich mit Badeschuhen gerade aus dem Wasser komme.

Der Regen hielt dann für gut drei Stunden an, was meine Pausen auf ein Minimum reduzierte. Bilder gab’s dann auch kaum noch – ein Smartphone im Regen reagiert definitiv nicht wie ich will. Immerhin ging’s gut vorwärts, und auf den Wegweisern wird schon der Mont St. Michel angekündigt.


Ein bisschen unverschämt nach über drei Stunden Regenfahrt: Am Abend sah es am Utah Beach dann wieder so aus:

Den Track gibt es wieder bei Komoot:

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