Vor dem Tag hatte ich Respekt, und das war berechtigt. Rund 85 km von Bergen op Zoom nach Middelburg auf Zeeland sind für sich genommen schon eine Hausnummer, entlang der Westerschelde und bei teils heftigem Gegenwind hatte ich meinen Schaff. Der Start erfolgte aber erst mal gut gelaunt, denn im Gegensatz zum Wetterbericht bei Trockenheit.

Bis zum Übergang auf Zeeland – zwei Kanäle waren zu überqueren – hatte ich nicht nur mit Wind, sondern tatsächlich auch mit ein paar Hügeln zu tun. Schon kleine Steigungen führen zur Überlegung, ob ich das Gepäck nicht noch deutlich hätte reduzieren sollen.
Dann fuhr ich also entlang der Westerschelde, auf der Landseite des Deichs – von Wasser keine Spur. Also nutzte ich die Gelegenheit, eine Treppe auf den Deich zu erklimmen, um endlich Meer zu sehen. Blöd – die Westerschelde ist direkt mit der Nordsee verbunden, ich auf dem Deich, das Wasser aber gerade weg.


Kurz vor Hansweert musste ich dann einen Kanal überqueren, der die Westerschelde mit der Oosterschelde verbindet. zwei große Schleusenkammern warteten auf einfahrende Schiffe, und ich fand das so spannend, dass ich auf der Schleuseninsel immer zwischen den Kammern hin- und hergelaufen bin. Dann ging es plötzlich ganz schnell: Auf der Seite, von der ich kam, klingelte es kurz, dann gingen die Schranken herunter und das Schleusentor öffnete sich. Kaum dass ich das verfolgt hatte passierte dasselbe auf der anderen Seite – ich war auf der Schleuseninsel gefangen. Bis die drei Schiffe ausgefahren und ein wartendes Schiff in die Schleuse gefahren war dauerte es eine Viertelstunde – Zeit für ein kleines Picknick.



Bei der Weiterfahrt stellte sich die Frage nach Regenkleidung – kommt der Regen oder nicht?

Ich entschloss mich später für die Regenklamotten, was auch sinnvoll war. Nach fünfeinhalb Stunden Fahrtzeit erreichte ich Middelburg und mein B&B. Morgen ist Pausentag, ich freu‘ mich drauf.
Tourdaten wieder bei Komoot:

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