Heute ist Pausentag, d. h. ich übernachte noch einmal in Middelburg. Aber ganz ohne Radfahren geht’s denn doch nicht: eine kleine Runde über Domburg, Oostkapelle und Seerooskerke berührt ein paar Highlights auf Zeeland, und am Nachmittag hat die Fahrradwerkstatt in Middelburg geöffnet.
Es war ein sehr befreites Gefühl, ohne großes Gepäck unterwegs zu sein. Das Rad wirkte wesentlich agiler, ich fühlte mich entsprechend.
Auf der Fahrt nach Domburg kam ich kurz vor Aagtekerke an einem Mahnmal für die Besatzung eines von Deutschen abgeschossenen französischen Flugzeugs vorbei. Die ganze dramatische Geschichte wurde erzählt, ist für diesen Beitrag aber zu umfangreich. Vielleicht finde ich einen Weg, die Geschichte zu verlinken.


In Domburg war Wochenmarkt, und ich bekam direkt eine Ermahnung von einer Ordnungsperson. Aus dem Augenwinkel hatte ich gesehen, dass Radfahren im Marktgeschehen (logischerweise) nicht erlaubt ist, und war abgestiegen. Das Rad schiebend rief mich der Ordner von hinten an, dass auch das Schieben nicht erlaubt ist – stünde so auch auf dem Schild. Später hab ich nachgeguckt, es stimmt – wenn ich doch nur ein bisschen gründlicher lesen würde …



Die kulinarischen Verlockungen konnten mir nichts anhaben, ich war noch vom Frühstück satt. Einzige Investition auf dem Markt: Ein Gummifüsschen für meinen Rad-Ständer. Das hatte ich vor kurzem verloren. Mal sehen, wie lange dieses jetzt mitreist.
Eigentliche Attraktion Domburgs: das Meer! Freundlicherweise hatte es sich nicht zurückgezogen. Ein verrücktes Gefühl: Mit dem Fahrrad am Meer, von zuhause losgefahren.



Über Oostkapelle und Seerooskerke ging es weiter: Ich hatte mir von ChatGPT ein Pfannkuchenhaus suchen lassen, dass montags geöffnet hat. War nett, ist aber mehr was für Familien, idealerweise mit kleinen Kindern. Zentraler Blickfang ist ein großer Spielplatz!

Bisschen Technik zum Schluss: Ich hatte vor Tourstart eine neue Kette am Rad montiert. Die hat sich über die bisherige Strecke in Ritzel und Kettenblatt eingefahren und musste daher gespannt werden. Das passende Werkzeug für das Exzenter-Tretlager hatte ich zuhause vergessen, der freundliche Radhändler in Middelburg konnte aber helfen. In einem Viertelstündchen hatte ich’s erledigt, jetzt läuft es hoffentlich für den Rest der Tour.

Hinweis an mich selbst: Neue Kette vor größeren Touren mindestens 200 km einfahren. Oder ein Rad mit Riemenantrieb nehmen …
Auch diese Tour ist bei Komoot dokumentiert:

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