Recht kurze Fahrstrecke, scheinbar ganz gutes Wetter – gute Voraussetzungen für die Fahrt von Trouville zur nächsten Übernachtung nach Bénouville. Und über weite Strecken entlang der Küste!
Frühstück im Hotel mit Strandblick, kurzer Stopp bei einer Boulangerie zur Versorgung über Tag und los. Die Fahrt entlang der Strandlinie von Deauville wirkte sich dann gleich negativ auf die Durchschnittsgeschwindigkeit aus – zu viele Eindrücke mondäner Badekultur.




Erstaunlich war, dass auf den ersten 15 km gleich drei kräftige Steigungen zu bewältigen waren. Insgesamt waren das rund 140 Höhenmeter. Als Belohnung erhielt ich einen Blick, bei dem noch mal die Steilküste der Alabasterküste und Le Havre zu sehen waren.


Bei Dives-sur-Mer und Cabourg waren dann ein paar Pausen angesagt: In Dives-sur-Mer wegen einer mittelalterlichen Markthalle aus dem 15. Jahrhundert (Markt ist aber leider erst am Samstag), in Cabourg wegen der Villa du Temps retrouvé, laut Bikeline-Beschreibung mit „einer Zeitreise in die Belle Êpoque“, und die Gedankenwelt von Marcel Proust. Kommt auf die Leseliste, habe ich noch nicht gelesen …




Mit meinem Ziel Bénouville hatte ich einen Kompromiss aus „bezahlbar“, „Nähe zu Caen“ und keinem zu großen Umweg gefunden. Am Samstag, dem 6. Juni, ist D-Day und die Gegend scheint komplett ausgebucht. Vielleicht war es eine Schnapsidee, gerade dann in das Memorial de Caen zu wollen, in dem die Geschichte der alliierten Invasion 1944 erzählt wird.
Jedenfalls stellte ich fest, dass massive Vorbereitungen für den D-Day laufen, Militärtransportflugzeuge im Tiefflug üben und Bénouville eine wichtige Rolle am 6. Juni 1944 spielte, mit heute entsprechenden Feierlichkeiten. Immerhin gab’s nachts (um 0:30 Uhr!) ein schönes Feuerwerk.





So bin ich also angekommen in einer Mischung aus Befreiungsfeier, Militaria-Veranstaltung und Volksfest, zum Teil in Uniform. Fühlt sich ein bisschen strange an …
Heute wieder ein Track bei Komoot:

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